Lesung: Begebt euch in überraschende Perspektivwechsel mit Amira Ben Saoud im Gespräch mit Literaturvermittlerin Karin Labhart über ihr Buch Schweben sowie über ihr Schreiben
Eintritt frei
In ihrem Debütroman Schweben entwirft Amira Ben Saoud das Bild einer Zukunft, in der ein undurchsichtiges System den Alltag bestimmt. Im Mittelpunkt steht eine namenlose Frau, die gegen Bezahlung die Identität anderer Frauen imitiert und so Erinnerungen für ihre Auftraggeber lebendig werden lässt. Mit jeder übernommenen Rolle verschwimmen jedoch die Grenzen zwischen Fremd- und Selbstbild. In einer poetisch dichten und zugleich beunruhigenden Sprache verhandelt der Roman Fragen nach Identität, Erinnerung, Nähe und den Mechanismen einer Gesellschaft, die ihre Vergangenheit hinter sich gelassen zu haben glaubt.
Amira Ben Saoud ist 1989 in Waidhofen an der Thaya geboren, studierte Klassische Philologie, Kunstgeschichte und Komparatistik in Wien, war Chefredakteurin des Popkultur- und Musikmagazins The Gap und Kulturredakteurin beim Standard. „Schweben“ ist ihr erster Roman, erschienen im Zsolnay Verlag 2025 und nominiert für den Franz-Tumler-Literaturpreis 2025.
Mit freundlicher Unterstützung von A*dS und Unterstützung des Österreichischen Kulturforums Bern